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Quelle: Unsplash

Vom Staub befreit - Neue Formate für Konzerte?

| Rainer Glaap

Unter dem Titel „Vom Staub befreit“ brachte der Deutschlandfunk vor einigen Tagen ein interessantes Feature zu einem Thema, das viele Orchester und Konzerthäuser bewegt: Ist die Form des klassischen Konzerts noch zeitgemäß?

„Die Meinungen über neue Formate für klassische Konzerte gehen auseinander. Was die einen als notwendige Generalüberholung eines verstaubten Betriebs feiern, beschimpfen andere als Eventisierung oder Marketing-Falle,“ schreibt der DLF in der Einführung.

„Also diese Konzertform, die wir heute als das Konzert bezeichnen, die ist weder Gott gegeben noch ist sie älter als 1870 und dann ist natürlich interessant zu fragen, was war eigentlich davor und welche Konzertform wäre eigentlich angemessen für ein Publikum, was 2010 oder 2020 lebt“, so der Konzertforscher Martin Tröndle (Das Konzert II, 2018).

Am Beispiel des Berliner Radialsystems, des Hamburger „Ensemble Resonanz“ und anderer werden einige Beispiele zeitgenössischer moderner Präsentationen dargestellt. 

Deutlich heißt es zum Schluss des Radio-Features: „Keiner der befragten Konzertpioniere findet übrigens, dass die Konzertform aus dem 19. Jahrhundert, die noch immer die deutschen Konzertsäle fest in ihrem Griff hält, abgeschafft werden sollte. Es geht um Vielfalt, ein größeres Angebot für eine diverse Gesellschaft, um neuartige Variationen des klassischen Konzerts.“

Der Beitrag steht online oder über die DLF-Audiothek zur Verfügung: https://www.deutschlandfunk.de/klassisches-konzert-vom-staub-befreit.1992.de.html?dram:article_id=423332