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Wie eine Servicemail dem Autor den Theaterabend rettete

| Rainer Glaap

Am Sonntag, den 6.5., war ich eingeladen, bei der Tagung „Theater und Netz“ (veranstaltet von nachtkritik.de und der Böll-Stiftung) einen Vortrag über „Publikum“ zu halten (aber das ist ein anderes Thema). Die Tagung findet immer während des Berliner Theatertreffens statt und so bot es sich an, am Vorabend des Vortrags eine der eingeladenen Produktionen zu besuchen. Bei der Schaubühne wurde ich fündig: das Buch „Rückkehr nach Reims“ von Didier Eribon hatte mich fasziniert und eine Bühnenfassung mit Nina Hoss zu sehen, war eine große Chance. Carsten Höth, der Vertriebsleiter, war so nett, mir eine Karte zu reservieren. Die Bezahlung mit Pay-per-Link ging schnell vonstatten, die Karte sollte an der Abendkasse bereitliegen.

Erschrocken war ich allerdings, als ich am 4.5. um 20.23 Uhr eine Servicemail mit diesem Hinweis bekam: „Wir freuen uns, Sie am Sonntag bei uns im Haus begrüßen zu dürfen.“, hieß es darin. Ich hatte doch eine Karte für Samstag, den 5.5., bestellt, am Sonntag wäre ich zur Zeit der Vorstellung auf der Heimreise nach Bremen.

 

Über den Facebook-Messenger habe ich Carsten Höth angeschrieben, der noch in der Nacht reagierte und meine Buchung auf den Samstag vorziehen konnte – zum Glück für die gleiche Produktion und sogar die gleiche Fassung auf Englisch (die Inszenierung wurde in Manchester zum ersten Mal gezeigt und war auch in Brooklyn, NY, ein großer Erfolg).

Ohne die Servicemail – und ohne die Hilfe von Carsten Höth – hätte ich am Samstagabend bei einer ausverkauften Vorstellung an der Abendkasse gestanden und möglicherweise wenig Glück mit einer Umbuchung gehabt … und die großartige Nina Hoss verpasst …