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Der Inhouse-Blog

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| Rainer Glaap

Im Beitrag über Social Media für Kulturbetriebe habe ich bereits dargelegt, wie wichtig es m. E. ist, der anekdotischen Evidenz klare Daten und Fakten gegenüberzustellen.

Das Kulturmanagement beschäftigt sich ausführlich mit diesem Thema, meistens unter den Begriffen Besucherumfragen oder Audience Development (ein Begriff, der aus den USA kommend sich auch bei uns eingebürgert hat).

Die Website kulturmanagement.net bietet seit Kurzem eine Handreichung für Besucherumfragen an.

| Rainer Glaap

Mit zwei Blogbeiträgen und einem Mailing haben wir in den letzten Tagen versucht, aufzuklären und zu sensibilisieren.

Das Bundesamt für Finanzaufsicht BaFin gab nun am gestrigen 21.8.2019 Entwarnung:

"Zahlungsdienstleister mit Sitz in Deutschland dürfen Kreditkartenzahlungen im Internet ab dem 14. September 2019 vorerst auch ohne Starke Kundenauthentifizierung ausführen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) wird dies zunächst nicht beanstanden. Sie will damit Störungen bei Internet-Zahlungen verhindern und einen reibungslosen Übergang auf die neuen Anforderungen der Zweiten Zahlungsdiensterichtlinie (Payment Services Directive 2 – PSD 2) ermöglichen.

Ab dem 14. September 2019 ist bei Online-Zahlungen eine Starke Kundenauthentifizierung notwendig. Diese soll das Einkaufen im Internet sicherer machen. Bei Kreditkartenzahlungen reicht es dann nicht mehr aus, lediglich die Kreditkartennummer und Prüfziffer einzugeben. Kunden müssen zusätzlich beispielsweise eine Transaktionsnummer (TAN), die zuvor an ihr Mobiltelefon gesendet wurde, und außerdem ein Passwort nennen.

Nach Einschätzung der BaFin sind die kartenausgebenden Zahlungsdienstleister in Deutschland auf die neuen Anforderungen vorbereitet. Anders sieht dies bei den Unternehmen aus, die Kreditkartenzahlungen im Internet als Zahlungsempfänger nutzen. Bei ihnen besteht nach wie vor erheblicher Anpassungsbedarf. Damit Verbraucher und Unternehmen dennoch weiterhin online mit der Kreditkarte bezahlen können, wird die BaFin für Kreditzahlungen im Internet vorübergehend nicht auf einer Starken Kundenauthentifizierung bestehen. Diese Möglichkeit hatte die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) den nationalen Aufsehern eingeräumt. Das bereits heute bei Internetzahlungen übliche Sicherheitsniveau bleibt erhalten. Zivilrechtliche Haftungsregelungen, etwa zwischen dem Kreditkarteninhaber und dem Zahlungsdienstleister, bleiben von der Maßnahme unberührt, so dass für Verbraucher und andere Zahler im Internet kein Nachteil entsteht.

| Rainer Glaap

Das Forum Theater-Controlling wurde 2014 am Lehrstuhl Kulturmanagement in Ludwigsburg gegründet. Seitdem hat es 11 Treffen gegeben. Zu zweien dieser Treffen war auch EVENTIM als Anbieter eingeladen: einmal haben wir über Business Intelligence berichtet (den Link hierzu finden Sie am Ende dieses Beitrags), ein andermal haben wir gemeinsam mit Sönke Scobel von der Stage Entertainment über Dynamic Pricing als Teil des Erlösmanagements gesprochen.

Die Erkenntnisse aus diesen Treffen zum Stand des Controllings im deutschen Theater-, Orchester- und Festivalbetrieb sind nun in einem eigenen Dokument von Petra Schneidewind und Tom Schössler (beide sind vielen INHOUSE-Anwendern durch ihre Beiträge bei Anwendertreffen bekannt) u. a. zusammengefasst worden.

In fünf Kapiteln werden diese Themen behandelt:

| Ein Gastbeitrag von Martin Woestmeyer, Leitung Kundenzentrum Thalia Theater Hamburg

Liebe muss man erwidern! Und ein großer Teil unseres Publikums liebt uns. Unser Publikum hat uns in einer großen Gästebefragung im Frühjahr 2018 verraten, dass die ersten Kontakte zum Theater bereits in der Kindheit und Jugend geknüpft wurden. Und aus der Jugendliebe folgt im besten Fall eine Ehe, oder wie es im Theater heißt, ein Abonnement.

Das Thalia Theater, mitten im Herzen der Hamburger City zwischen Alstertor und Gerhart-Hauptmann-Platz gelegen, wurde über Jahrzehnte von den Generationen seiner Abonnenten geprägt. Aboplätze werden bis heute an die Kinder weitergegeben. Legendär ist, dass sich in den 60er Jahren kaufwillige Menschen ums Haus schlängelten, weil es aus Kapazitätsgründen ein Verkaufsstopp für Abonnements gab. Auch heute noch wird die Zahl der Abonnenten in Tausenden, aber eben nicht mehr in Zehntausenden gezählt.

Die Worte „Abo“ und „Krise“ scheinen mittlerweile zusammenzugehören. Für Abozahlen scheint es nur einen Abwärtstrend zu geben. Und sinken bei Zeitungen die Abozahlen nicht auch stetig? Dabei ist die Bindung zu einem Produkt, zu einer Marke oder eben zu einem Theater doch gar nicht so unsexy.

| FORUM Redaktion

Schon heute experimentiert nahezu jede größere Stadt mit Ideen und Konzepten, wie sich mithilfe neuer technischer Entwicklungen sowie der Informations- und Kommunikationstechniken das Leben moderner, nachhaltiger und lebenswerter gestalten lässt. Im Fokus stehen dabei unweigerlich Themen wie Mobilität, Transport oder Energieeffizienz. Doch die Digitalisierung und Vernetzung der Städte wird sich auf alle Lebensbereiche auswirken. Auch auf die Kultur und die Art, wie diese konsumiert wird. In Hamburg läuft dazu seit 2017 im Zusammenspiel verschiedener Akteure aus den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur – die HafenCity Universität Hamburg (HCU), das Archäologische Museum Hamburg (AMH), das Digitalnetzwerk Hamburg@work und das Unternehmen eCulture.info – das Projekt „SmartSquare“.

Kulturelles Storytelling im urbanen Reallabor

Dieses urbane Reallabor ist mitten in der Hamburger Innenstadt verortet, genauer gesagt, auf dem Domplatz, einst der Standort der Hammaburg und damit nicht nur Keimzelle der heutigen Hansestadt, sondern auch über Jahrhunderte ihr geistig-kultureller Mittelpunkt.

| Rainer Glaap

Von 1984 bis 1987 arbeite ich in Köln bei der Comshare AG. Das Unternehmen kommt ursprünglich aus dem Timesharing-Business, d. h. es lebt vom Verkauf von Rechenzeit. Das Geschäft funktioniert nicht mehr so gut und bei der Suche nach einem neuen Geschäftsfeld entscheidet sich das Management in der Zentrale in Ann Arbor, Michigan, für eine Produktpalette rund um das Thema Management-Unterstützung (Decision Support Systems, DSS). Zu der Zeit haben Manager in der Regel (noch) keinen Rechner auf ihrem Schreibtisch, sondern lassen sich Auswertungen auf Papier liefern, manchmal auf großen Stapeln Papier. Die neue Software ‚System W‘ (von der Marke ‚Wizard‘ ist man schnell wieder abgekommen, weil ein französischer Toilettenreiniger so heißt) soll auf Terminal-Bildschirmen laufen und erlauben, die unterschiedlichsten Datenquellen über SQL-Kommandos miteinander zu verbinden und neue Auswertungen zu erlauben.

| Andreas Angehrn, CEO Ticketcorner (Schweizer Tochter von CTS EVENTIM)

Die Kultrockband Rammstein war am 5. Juni 2019 in Bern zu Gast.

Rund 43’000 Fans strömten ins restlos ausverkaufte Stade de Suisse nach Bern. Die Veranstalter von wepromote haben einen super Job gemacht, die Band überzeugte mit einer genialen Show und die Stimmung war sensationell. Für Ticketcorner bot der Event dennoch eine besondere Herausforderung.

Es fehlen politische Grundlagen

Seit Jahren kämpfen wir zusammen mit Veranstaltern und Künstlern gegen den ausufernden Zweitmarkt. Unseriöse Ticketanbieter verkaufen Tickets zu massiv überhöhten Preisen, verbreiten Fehlinformationen und immer wieder tauchen auch gefälschte Karten auf. Zurück bleiben frustrierte Fans. Eine Handhabe gegen solche Machenschaften gibt es in der Schweiz praktisch nicht. Es fehlen die gesetzlichen Grundlagen. Einzelne politische Vorstösse wurden bislang bereits im Keim erstickt, ganz im Gegensatz zum Ausland: In der EU und in diversen Ländern wurden neue Gesetzentwürfe verabschiedet oder sind in Vorbereitung. Es bleibt deshalb in der Schweiz an der privaten Seite, mit verschiedenen Initiativen dagegen anzukämpfen.

| Rainer Glaap

Die Optionen, mit potentiellen Besuchern und Kunden in Kontakt zu treten, sind vielfältig wie nie zuvor, aber auch flüchtiger denn je. Newsletter, E-Mails, Whatsapp- und Snapchat-Nachrichten, Instagram und Pinterest – viele Kanäle laden zur Bespielung ein – und doch ist der Erfolg und vor allem der ROI (Return of Investment) ungewiss. 

Eine ganz andere Möglichkeit, die seit Jahren besteht, wird m. E. zu wenig genutzt: Marketing per Kalendereintrag.

Seit vielen Jahren besteht die Möglichkeit, Termininformationen in Kalenderdarstellungen im Internet zum Download anzubieten. Dazu gibt es das normierte Format ICS.

Viele Einrichtungen bieten solche Kalendereinträge bereits im Spielplan an, z. B. die Staatsoper in München:

| Rainer Glaap

Das neue KM-Magazin ist erschienen. Thema diesmal: die Klassik.

Ich finde, das Themenheft gibt neue Impulse zu den vielen Fragen, die Kultureinrichtungen (und nicht nur die Orchesterlandschaft) betreffen.

KM schreibt:

"Veranstaltungen für Silversurfer oder Markt für mitreißende Musikformate? Die Ansichten, zwischen welchen dieser beiden Extreme sich der klassische Musikbetrieb derzeit befindet, gehen weit auseinander. Wie viel Innovation tatsächlich in der Klassikszene steckt, zeigt die Juni-Ausgabe unseres Magazins.

Klassischer Musik lastet mitunter die Vorstellung einer eingestaubten, steifen Aufführungs- und Rezeptionspraxis an, mit einer schrumpfenden und alternden Zuhörerschaft als Zielgruppe. Dass solche Assoziationen ebenfalls entstaubt werden müssen, wird deutlich, wenn man die Vielfalt an innovativen Ansätzen, Stilen, Experimenten und Formaten betrachtet, mit denen die klassische Musik derzeit aufwartet. Ebenso vielfältig sind die Zugangswege - egal ob live, analog oder digital - und die Vernetzungs- und Finanzierungsmöglichkeiten für Konzerthäuser, Orchester & Co.

| Olga Damigella

Voreingenommenheit – vorgefertigte Meinungen – fälschliche Annahmen – dies alles umschreibt das unter Marketing-Experten bekannte englische Wort „Bias“ (Pl. „Biases“). Drei von diesen Expert*innen lassen wir für Sie in diesem Beitrag zu Wort kommen und rücken ihre interessanten Erkenntnisse einmal in die Diskussion.